Das Schwerpunktfach BG beteiligte sich am Wettbewerb zur Gestaltung des Giebelfeldes des Bundeshauses in Bern. Die Projektidee von Malin van Veeren und Salome Wenger (24gA) erreichte den zweiten Platz.
Text Katharina Suhr
Fotos und Illustrationen S:S des SF BG 24g
Das Tympanon des Parlamentsgebäudes in Bern ist bis heute leer, obwohl das im Jahr 1909 eingeweihte Gebäude in seinem Entwurf mit Bildschmuck gefüllt werden sollte. Zum 175- jährigen Geburtstag der modernen Schweiz nächstes Jahr wurde eine Ausschreibung für Ideen zur künstlerischen Ausgestaltung an 15 Künstlerinnen und Künstler lanciert. Parallel dazu forderten die Parlamentsdienste des Jugendparlaments Schüler:innen dazu auf, Vorschläge für die Gestaltung dieser zentralen Fläche zu machen.
Von Januar bis März suchten 17 Schüler:innen zusammen mit den Lehrpersonen Samuel Rauber und Katharina Suhr nach Ideen für diesen zentralen und ehrwürdigen Teil des Parlamentsgebäudes. Um der Komplexität der Aufgabe näher zu kommen, nutzten wir sehr unterschiedliche Herangehensweisen: Wir informierten uns über den baugeschichtlichen Hintergrund des Bundeshauses und den bestehenden Figurenschmuck. Wir liessen die Architektur in ihrer Dimension bei einem Besuch auf uns wirken. In der Antikensammlung des archäologischen Instituts wurden die Anfänge der Tympana-Gestaltung vor über 2000 Jahren im Skizzenbuch festgehalten und das mittelalterliche Portal des Berner Münsters vermittelte uns, dass der Bauschmuck auch hier nicht nur der Dekoration dient, sondern wesentliche inhaltliche Aufgaben übernimmt.
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Reden von Dürrenmatt, Frisch und Parmelin gaben Anstoss zur eigenen Positionierung zu Themen wie Schweizer Demokratie, Heimat oder Freiheit. 17 Schülerinnen und Schüler entwickelten im Anschluss elf Ideen. Vorbild für die abzugebenden Visualisierungen waren die Dossiers von Künstlerinnen und Künstlerinnen für «Jungkunst» in Winterthur, die Samuel Rauber der Klasse vorstellte. Es galt, wesentliche Inhalte ästhetisch und kompakt auf drei bis fünf Seiten sichtbar und lesbar zu machen, damit das eigene Projekt Interesse weckt. Malin van Veerens und Salome Wengers Idee überzeugte die Jury, bestehend aus Thomas Hefti, Ständeratspräsident 2021/22, Philippe Schwab, Generalsekretär der eidgenössischen Räte, und Hans Rudolf Reust, Präsident der Kunstkommission Parlamentsgebäude, so sehr, dass sie den zweiten Platz erreichten. Es zeigt eine heterogene Menschenansammlung, die gemeinsam einen topografischen Umriss der Schweiz auf Händen trägt.
Neben dem beachtlichen Geldpreis wurden alle als Dank für unser Engagement zu einer ausserordentlichen Führung während der Session ins Parlamentsgebäude eingeladen. In die nähere Auswahl von 15 Projekten schafften es zwei weitere der insgesamt sieben eingereichten Arbeiten.
















































