Schüler:innen des SF BG gestalteten im Rahmen eines Grafikprojektes unter der Leitung von Janine Strasser, Manuela Hugi und Tobias Schropp Plakate für die Bachwochen Thun.
Text Tobias Schropp
Plakate Schüler:innen der SF BG Klassen 25g
Fotos Manuela Hugi
Im Januar dieses Jahres trat Vital Frey, der Künstlerische Leiter der Bachwochen Thun, ans Gymnasium Thun heran. Er wollte wissen, ob es im Rahmen des Unterrichtes möglich wäre, das diesjährige Plakat der Bachwochen Thun mit Schüler:innen zu gestalten. Freudig sagten die Lehrkräfte der SF-Klassen zu, da dies den Lernenden die Möglichkeit eröffnen würde, ihre gestalterischen Fähigkeiten unter realen Bedingungen zu testen.
Im Januar 2022 stellte sich Vital Frey den beiden SF-Klassen des 25er-Jahrgangs vor. Mit Begeisterung führte er die Schüler:innen in die Welt von Johann Sebastian Bach ein und brachte ihnen die Anliegen des Vereins näher. Ziel der Unterrichtseinheit sollte sein, dass alle ihr individuelles grosses B gestalteten würden, welches das Motiv des 2022er-Plakats werden könnte.
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Voller Tatendrang stürzten sich die Schüler:innen anschliessend in die Arbeit. Nach ersten Skizzen und Brainstormings wurde gezeichnet, gemalt, geschnitten, modelliert und sogar gebacken. Es wurden Materialversuche mit Draht, Ton, Glas, bunten Folien, verschiedenen Papieren und Farben unternommen. Es wurde ausprobiert, verworfen, verbessert, neugestaltet und umgearbeitet, fotografiert und digital bearbeitet oder gleich ganz am Computer entwickelt.
Nach und nach entstanden so 36 unterschiedliche Projekte, welche die Schüler:innen nach Beendigung der Arbeit fotografierten und der Grafikerin des Vereins, Rebecca Gugger, zur Verfügung stellten. Diese machte aus all den Entwürfen individuelle Plakate, welche dann in anonymisierter Form der Auswahljury präsentiert wurden. Es sind Lösungen entstanden, welche jede einzelne für sich ein mögliches Plakatmotiv hätten sein können, doch galt es, ein Siegerprojekt zu küren. Um herauszufinden, welches Sujet am meisten Anklang findet, wurden die Entwürfe neben der Jury rund 50 unterschiedlichen Personen gezeigt, die ihre Favoriten wählten. So kristallisierten sich nach und nach sechs in Frage kommende Motive heraus, aus welcher die Jury ihren Sieger auswählten.
Gewonnen hat den Wettbewerb Micha Wehrli mit seiner in Steampunk-Ästhetik gehaltenen Arbeit. Die Kriterien der Jury waren dabei die Eigenständigkeit des Plakates, das zu erwartende, auch durch Irritation hervorgerufene Interesse und der Bezug zu unserer heutigen Zeit mit ihren kriegerischen Tendenzen, welchen hier mit den friedlichen Mitteln der Musik begegnet wird.
Das Projekt war eine sehr gelungene Erfahrung und wird sowohl den Lernenden wie auch den beteiligten Lehrpersonen und den Auftraggebern in guter Erinnerung bleiben. Ein grosser Dank geht an Vital Julian Frey (Intendant und künstlerische Leitung), Séverine Payet (Geschäftsführerin) und Rebecca Gugger (Grafikerin), die uns mehrmals besuchten. Der Austausch war sehr inspirierend!
















































